Login/Logout

Wir sind Mitglied

 

 
Ein Traum wurde wahr - Teil 3 - von Daddy
 
Damit auch die Frauen auf ihren versprochenen Einkaufsbummel nicht verzichten sollten, (der Alptraum eines jeden Mannes) machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf die Socken. Barni hatte zwei Outlet-Center ins Navi eingegeben. Dort angekommen waren Marken vieler namhafter Hersteller vertreten. Wir trennten uns und verabredeten einen Zeitpunkt zur Zusammenkunft. Nach 4 Std. latschen und 30 Grad im Schatten sehnte ich mich dem Treffpunkt entgegen. Mit vollen Taschen bepackt machten wir uns auf den Heimweg.
 
 
Da wir uns das zweite Haus von Detlef anschauen wollten, wurden nur die Moppeds leer gemacht und der Durst gestillt. Bis zum besagten Haus waren es ca. 25 Min. Fahrzeit. Als wir dort ankamen, waren Roswitha und Detlef schon da. Nach dem Klingeln öffnete uns Tom die Tür. Seine Frau und er waren für 1 Woche in Florida. Bei einem Bierchen in netter Runde fragte Tom, wie unser Flug verlaufen sei. Wir teilten ihm mit, Düsseldorf einsteigen, 9 Std. fliegen, Fort Myers aussteigen. Als er das hörte, fiel er bald vom Hocker. Die Beiden waren ca. 24 Std. unterwegs, wobei eine Zwischenlandung in Atlanta erfolgte. Allerdings hatten sie dort, ich glaube 9 Std. Aufenthalt. Wenn man bedenkt, dass unser Flug nur 100,00 Euro p.P. teurer war, hatten wir mit Air Berlin die richtige Wahl getroffen.
 
Da wir gemeinsam zum Essen fahren wollten und es langsam dunkel wurde, machten wir uns auf den Weg.  Roswitha und Detlef führten uns zu einem Restaurant, welches in einem Jachthafen lag. Da es mittlerweile angefangen hatte zu regnen und Detlef wie eine Wildsau die Rotte anführte, hatten wir manchmal Probleme, uns dieser Fahrweise anzupassen, um ihn nicht zu verlieren. Das angeblich kurz um die Ecke liegende Restaurant war dann doch ca. 25 Meilen entfernt.
 
Moppeds abgestellt und in den Laden gestürmt. Es regnete auf einmal Bindfäden. Nachdem wir alle Platz genommen hatten, kam die Bedienung und fragte nach der Bestellung. Diese überließen wir vertrauensvoll Detlef. Nachdem die Biere auf dem Tisch standen, prosteten wir uns zu und harten gespannt der Dinge die da kommen sollten. Nach einiger Zeit wurden Chicken Wings, Calamaris, Austern, Zwiebelringe, Shrimps und Hamburger serviert. Ursel und ich hatten noch nie Austern probiert. Anfänglich sträubten wir uns an dem Gelage teilzunehmen. Auf Drängen von Detlef, die Austern doch wenigstens 1 mal zu kosten, ließen wir uns dazu überreden. Ich kann euch sagen: Einmal und nie wieder nehme ich so was Glitschiges in den Mund. Ich habe mich nur noch geschüttelt.
 
Insgesamt war das Essen und die Umgebung aber Klasse. Jetzt musste nur noch der Regenfall nachlassen. Alles aufgegessen, alles ausgetrunken und es regnete in Strömen. Da nicht abzusehen war, dass eine Änderung eintritt, machten wir uns auf den Heimweg. Da keiner auf Regen eingerichtet war, sind wir doch ganz schön nass geworden. Beinahe wäre ich durch das viele Wasser auf der Straße von der Bahn abgekommen. Etwas gestresst aber gesund und munter, stellten wir unsere Moppeds in der Garage ab, um uns erst einmal in trockene Tücher zu wickeln. Danach saßen wir noch gemütlich in der Runde und jeder erzählte von seinen gemachten Einkaufsschnäppchen. Diesen Abend gingen wir etwas früher zu Bett, da wir den nächsten Morgen sehr früh Richtung Orlando aufbrechen wollten. Gute Nacht und schlaft schön. Alle freuten sich auf den nächsten Tag.
 
Morgens aufgestanden und rausgeschaut. Was soll ich Euch sagen, der Himmel war trüb. Dieses tat aber unserer Unternehmungslust keinen Abbruch. Frühstücken, etwas Obst und Getränke eingepackt und los ging die Tour. Die Temperaturen in der Stadt waren noch verträglich, aber je weiter wir rausfuhren, desto kälter wurde es. Nach ca. 30 Meilen hielten wir das 1. Mal an. Barni, Jochen und Birgit hatten nur Latschen und T Shirts an. Nun wurden erst einmal Jacken aus dem Mopped geholt und weiter ging die Fahrt. Es wurde immer kälter. Meine Finger waren schon krumm. Nach weiteren  100 Meilen suchten wir vollkommen durchgefroren und zitternd, Birgit klapperte wie Espenlaub, eine Raststätte auf. Dort versuchten wir uns mit einem heißten Kaffe etwas von innen aufzuwärmen. Nachdem den Finger wieder beweglich waren, ging es sofort weiter. Orlando wir kommen.
 
Nach ca. 4 Std. fahrt erreichten wir unser ersehntes Ziel und steuerten das reservierte Hotel an. Übernachtung im DZ für sage und schreibe 39,00 Dollar mit Frühstück. Das war schon ein Schnäppchen. Auf dem Zimmer war alles vorhanden. Sogar ein großer Fernseher mit 2 XXL Betten waren vorhanden. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, ging es sofort weiter, um Eintrittskarten für den Disney World zu kaufen. Diese bekamen wir günstiger und bezahlten p-P. 60,00 Dollar.
 
Danach machten wir uns auf den direkten Weg zum Park. Dieser befand sich ca. 20 Min. vom Hotel entfernt. Beim Eingang waren erst einmal Parkgebühren zu entrichten. Ein Mopped 17,00 Dollar. Parkplatz gefunden, Moppeds abgestellt, machten wir uns auf den Weg.  Am Haupteingang mussten wir die Eintrittskarte in einen Automaten stecken und gleichzeitig einen Abdruck auf dem Fingerscanner hinterlassen. Ein Zug stand bereit, um uns zum Ort des Geschehens zu bringen. Es war eine Magnetschwebebahn. Eine Haltestelle dieser Bahn befand sich im inneren eines riesigen Hotels. Auf der Weiterfahrt konnte man die Größe dieses Parks nur erahnen. An der Endhaltestelle angekommen, stürzten wir uns ins Vergnügen.
 
Wir hatten Glück, dass zu diesem Zeitpunkt der traditionelle Umzug der Festwagen mit den darauf befindlichen Märchenfiguren begann. Es war schon ein riesen Erlebnis, diesem grandiosen Geschehen beizuwohnen. Danach erkundeten wir Teile dieser Erlebniswelt. Vor der naturgetreuen Nachbildung des Schloss Schwanenstein erlebten wir Inszenierungen der einzelnen Darsteller, welche aus World Disney Filmen bekannt sind. Pluto, Micky Maus und Mäuschen, Frau Holle usw. waren auch dabei. Auch besuchten wir eine Vorstellung, bei der alle ehemaligen und der heutige Präsident vorgestellt wurden. Jeder einzelne von ihnen erzählte etwas aus seiner Amtszeit. Manche von ihnen standen auf, andere bewegten nur einzelne Gliedmaße. Zum Schluss waren wir alle am rätseln, wie dieses technisch möglich gewesen ist, da man ja wohl kaum Schauspieler verpflichten kann, jeden Tag 12 Std. parat zu sein. Es war erstaunlich und für uns ein großes Erlebnis. Wir können den Nationalstolz der Amerikaner nun besser nachvollziehen und verstehen.
 
Zum Schluss gingen wir noch in einige Geschäfte, um die dort ausgelegten Waren anzuschauen. Man oh man, was waren das für Preise. Da kostete z.B. Schloss Schwanenstein in Glas mal so Schlappe 30.000,00 Dollar. Schade dass ich meine Portokasse nicht dabei hatte. Hätte ich mir doch eben gerade mal gegönnt. Richtung Ausgang kamen wir an der Kopie des Originals vorbei. Schloss Schwanenstein in wechselnden bunten Farben angestrahlt. Ein Traum in rosa und blau. Der Park leerte sich und wir machten uns auf den Heimweg. Nachdem wir etwas gegessen hatten, ging es weiter zum Hotel. Barni und ich versuchten noch irgendwo etwas zu Trinken zu bekommen. Das war aber ein Schuss in den Ofen. Ohne ein leckeres Bierchen traten wir den Heimweg an und schauten noch ein bisschen in die Röhre. Am nächsten Tag wollten wir Sea World besuchen. Also war frühes Aufstehen angesagt.
 
Nach einem nicht unbedingt rühmenswerten Frühstück wurden die Sachen gepackt und Sea World angesteuert. Auch hier erst einmal 12.00 Dollar Parkgebühr. Dann ging es an den Schalter für die Eintrittskarten. Weil es noch sehr früh war, brauchten wir nicht lange anstehen. 6 Personen über 500,00 Dollar Eintritt. Ja, ja so ein Park ist kein Schnäppchen. Anfänglich war es noch ein bisschen frisch, aber im Laufe des Vormittags wurde es dann doch angenehm warm und die Sonne kam raus.
 
Wir erlebten viele Fahrgeschäfte. Auch war dort, wie es sich für Amerika gebührt, eine absolut geile Achterbahn vorhanden. In einem Affenzahn schossen die Wagen an einer Korkenzieher ähnlich gewendeten Führung in eine Höhe von ca. 50 m. Dabei hingen die Leute mal Kopf über, mal Kopf unter. Vom Zuschauen wurde es einem schon schlecht. Auf einem Wegweiser waren Zeiten und Orte der einzelnen Shows angegeben, welche wir auch besuchten.  
 
Als Erstes besuchten wir die Seelöwen Show. Die Tribünen waren so angelegt, wie im Kollosseum in Rom.  Menschen so weit das Auge reicht. Das Bühnenbild war u.a. ein großes Schiff auf dem verkleidete Seeräuber standen. Dann kamen die Robben und Seelöwen herein geschwommen. Mit den Tieren wurden akrobatische Kunststücke vorgeführt. Als Höhepunkt schwamm ein riesiger Seelöwe auf die Plattform der Bühne. Das Tier war bestimmt 5 m lang und hatte einen gewaltigen Umfang. Wenn es sich mit dem Oberkörper aufrichtete, war es beinahe doppelt so groß, wie der daneben stehende Mensch. Da die nächste Show gleich im zeitlichen Anschluss aber an einer anderen Stelle war, mussten wir uns mächtig beeilen. Wir hatten Mühe, noch 6 Plätze zu finden
 
Schätzungsweise passten dort mindestens 3-4 tauchend Leute rein. Einfach nur gewaltig. Es war ein imposantes Schauspiel, als die Absperrung für die Wale geöffnet wurde. Sofort war das für die Show vorgesehene Becken mit mehreren Walen gefüllt. Es handelte sich hierbei um Orkans (Killerwale). Die mit diesen Tieren gezeigten Darbietungen  waren für uns ein unvergessliches Erlebnis. Es waren Shows dabei, wo die Tiertrainer auf den Nasen der Wale stehend aus dem Wasser geschossen kamen. So etwas muss man einfach einmal gesehen haben. Jeder konnte erkennen, dass es den Tieren sehr viel Spaß gemacht haben muss. Zum Abschluss schwammen die Wale am Rand des Beckens, schossen aus dem Wasser um mit einer Drehung auf dem Rücken wieder auf der Wasseroberfläche aufzuschlagen. Dabei entstand natürlich eine riesige Welle, die Richtung der unten sitzenden Zuschauer ging. Die meisten Leute der ersten unteren drei bis vier Reihen hatten durchweg durchsichtige Ganzkörperkondome an. Sicherlich wussten sie warum. Leute welche diese Vorkehrungen nicht getroffen hatten, waren sicherlich pudelnass.
 
Beeindruckt von dem Erlebten machten Birgit, Jochen und ich erst einmal eine Raucherpause. Dieses ist aber nur an dafür erlaubten Stellen möglich und diese sind sehr rar. (Ja, ja wir Aussätzigen) Auf alle Fälle hatte die Zigarette gut geschmeckt. Danach suchten wir eine Eisbude, welches Softeis verkauft. Endlich hatten wir diese gefunden. Dort kaufte ich 6 mal Softeis. Bei einem Preis von 38,00 Dollar hätten wir uns alle eine bessere Qualität gewünscht.
 
Nun mussten wir uns aber beeilen, um die Delphinshow nicht zu verpassen. Auch hier war der Laden knüppeldicke voll. Nach langem Suchen und viel Glück hatten wir endlich Plätze gefunden, die allerdings nicht zusammen waren. Sogleich sollte die Show beginnen. Aber wie so oft im Leben, kam etwas dazwischen. Die Hauptdarsteller dieser Show, also die Delphine, waren mit dem festgelegten Programmablauf nicht einverstanden. Trotz mehrmaliger Versuche konnten die Trainer die Tiere nicht zur Zusammenarbeit bewegen. Da das Wohl der Tiere an oberster Stelle steht, musste die Darbietung abgesagt werden. Etwas enttäuscht verließen wir die Tribüne.
 
Mittlerweile war es auch Zeit, die Rückreise zu beginnen. Immerhin hatten wir ca. 200 Meilen vor uns. Da sieht man wieder einmal, wozu es führt, wenn man ein Goldwinger und kein Landstreicher ist. (Ich fahre mal eben mit meiner Wing zur Toilette) Uns taten die Füße vom vielen Laufen weh. Nun noch mal zum Parkplatz gelatscht um das Sofa Richtung Heimat startklar zu machen. Endlich bequem sitzen, eine Zigarette als Proviant angezündet und schon ging es los. Unterwegs machten wir halt, um uns etwas zu stärken. Zuhause angekommen machten wir noch ein kleines Schwätzchen um anschließend am Kopfkissen zu horchen.
 
Über unseren Ausflug mit einer Motorjacht werden wir als Nächstes berichten.